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Geisenheim

Geisenheim, rd. 11.800 Einw., liegt 1 km östlich von Rüdesheim. Im Westen seiner Gemarkung an der Grenze zu Rüdesheim liegt das Rheingaubad (Hallenbad), nordöstlich der Kernstadt liegt sein bekanntester Stadtteil, der Weinort Johannisberg.

Wahrzeichen Geisenheims ist der “Rheingauer Dom”, die katholische Pfarrkirche “Zum heiligen Kreuz” mit Doppelturm aus dem 16. Jahrh. Wegen seiner 600jährigen Linde auf dem Rathausvorplatz wird Geisenheim auch Lindenstadt genannt. Geisenheim hat eine Tradition als Schulstadt, früh waren hier weiterführende Schulen konzentriert; gegenwärtig sind das staatliche Gymnasium Rheingauschule und das private Gymnasium der Ursulinen erwähnenswert, das im früheren Osteinschen Palais untergebracht ist. Dieser wurde 1766-71 von Maximilian Amor Maria von Ostein errichtet, der seinerzeit das gesamte Vermögen seines Onkels, des Kurfürsten und Erzbischofs von Mainz Johann Friedrich Graf von Ostein geerbt hatte. Vom Osteinschen Palais hatte er eine Allee zum Niederwald bauen lassen , wo er neben dem Jagd-schloss Niederwald den später so genannten Osteinschen Park nach dem Vorbild eines englischen Waldparks mit mehreren Sehenswürdigkeiten (Ritter-saal, Zauberhöhle, Rossel und Eremitage) anlegen ließ.

Von besonderer Bedeutung ist neben der Fachhochschule Wiesbaden - Außen-stelle Geisenheim- mit den Fachbereichen für Weinbau, Gartenbau, Getränke-technologie und Landespflege die weltweit anerkannte Forschungsanstalt Geisenheim für Weinbau und Weinbereitung. Sie war 1872, als der Rheingau bereits zu Preußen gehörte, als “Königliche Lehranstalt für Obst- und Weinbau” gegründet worden. Ein Geisenheimer Bürger, Generalkonsul von Lade, hatte wesentlich dazu beigetragen, dass Geisenheim den Zuschlag für die Forschungsanstalt bekam. Um den preußischen König von der Qualität des hiesigen Obst- und Weinbaus zu überzeugen, hatte er diesem Kisten mit Äpfeln, Birnen, Pfirsichen und Trauben übersandt. Bereits vorher hatte er sich das jetzt auf dem Gelände der Forschungsanstalt liegende Schloss Monrepos bauen lassen, wo ihn 1874 Kaiser Wilhelm I. besuchte.

Weithin sichtbar überragt östlich der Kernstadt von Geisenheim auf dem Bischofsberg das Schloss Johannisberg die Gemarkung. Hier war um 1100 ein Johannes dem Täufer gewidmetes Benediktinerkloster gegründet worden, das nach den Bauernkriegen im 16. Jahrh. aufgehoben wurde.1716 erwarb die Fürstabtei Fulda den Bischofsberg und ließ das barocke Schloss erbauen, das die Fuldaer Fürstäbte als Sommerschloss nutzten. Napoleon schenkte das Schloss 1807 seinem Marschall Kellermann. Auf dem Wiener Kongress wurde es 1815 Kaiser Franz I. von Österreich zugesprochen, der es seinem Kanzler Metternich wegen dessen Verdiensten auf dem Wiener Kongress schenkte mit der Auflage des dauerhaften Weinzehnten an das Kaiserhaus. Im 2. Weltkrieg wurde das Schloss weitgehend zerstört, bis 1951 wieder aufgebaut und nach dem Tode des Nachkommen von Fürst Metternich vom Oetker-Konzern erworben.

 
 
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