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Der Limes

Ob Rüdesheim schon in der Römerzeit besiedelt ist heute nicht sicher zu beweisen. Bewiesen aber ist, dass vom gegenüberliegenden römischen Stützpunkt Bingen aus die klimatisch begünstigten Südhänge rund um Rüdesheim für den Weinbau und die Landwirtschaft genutzt wurden. Archäologen konnten nachweisen, dass die bei Ausgrabungen in den Rüdesheimer Weinbergen gefundenen Rebschnittmesser und andere Gerätschaften eindeutig aus der Römerzeit stammten und im römischen Weinbau verwendet wurden. Fundamentreste, die bei Bauarbeiten in den sechziger und in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Rüdesheim ergraben wurden sind auch römischen Ursprungs. Nach dem Umfang der Funde handelte es sich aber nur um Wirtschaftsgebäude. Ein römischer Gutshof, eine sogenannte ‚Villa rustica’ konnte nicht nachgewiesen werden. Nach den Römern erhielt deshalb die Fundstelle die Straßenbezeichnung „Am Römerhang“.

Unweit von Rüdesheim gibt es die Unesco Welterbestätte Obergermanisch-Raetischer Limes. Dieser Limes ( lateinisch limites für : Grenzweg, Grenze, Grenzwall ) schützte zwischen 85 und 260 nach Christus für rund 175 Jahre die aus römischer Sicht kultivierte Welt ( und die römischen Provinzen Raetien [Provincia Raetia] und Obergermanien [Provincia Germania superior] ) vor dem barbarischen Umfeld, der Welt der Germanen. Zwischen den Grenzflüssen Rhein ( von Rheinbrohl bei Bad Hönningen ) und Donau ( bis Bad Gögging bei Regensburg ) zogen sich über 550 km Länge diese Sperranlagen und bildeten mit den Kastellen ( den Soldatenquartieren ) eine Überwachungsmöglichkeit, die zwar den Handel zuließ aber die Einwanderung kanalisierte. In der näheren Umgebung von Rüdesheim lockt der Limes von Holzhausen auf der Haide über Heidenrod Kemel, Tanusstein-Orlen und Idstein-Heftrich bis zum Kastell Saalburg bei Bad Homburg, dass schon vor mehr als hundert Jahren wiederaufgebaut wurde, zu einem oder mehreren Ausflügen/Besuchen. Der Limes ist ebenso Teil der römischen Reichsgrenze wie auch die Welterbestätte Hadrianswall zwischen England und Schottland oder ähnlichen archäo-logischen Fundstätten in Vorderasien und Nordafrika
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Ziele am Limes
Die Ziele am Limes lassen sich nur motorisiert (PKW oder Reisebus) erreichen (Ausnahme: Saalburg – Bahn)
1.
Holzhausen auf der Haide – Limes Freimuseum mit gut erhaltenen Wällen und rekonstruierten Torbauten mit Eckanlagen und Fahnenheiligtum
Mehr dazu im Internet: www.limesstrasse.de/holzhausen/default.htm.
Fahrzeit 40 min, Entfernung 35 km über B 42 / Wispertal / Nastätten
Empfehlenswert: Sie besuchen zuerst den Limes in Holzhausen und sehen sich dann an der Loreley um.
2.
Heidenrod-Kemel – Kastell Kemel – ( noch ) keine sichtbaren Spuren
Mehr dazu im Internet: www.taunus-wetterau-limes.de
Fahrzeit 40 min, Entfernung 35 km über B 42 / Wispertal
3.
Bad-Schwalbach-Adolfseck – Justinusfelsen
200m außerhalb des Limes hat sich ein Römer mit seinem Namenszug IANUARIUS IUSTINUS verewigt
4. Hohenstein – Hofgut Georgenthal – Regionalmuseum "Limes im Hofgut"
Öffnungszeiten: Täglich von 09.00 Uhr bis 21.00 Uhr Der Eintritt ist frei.
Der "Limes im Hofgut" bietet die Gelegenheit, sich über den Limes im Allgemeinen und den Limes im Rheingau-Taunus-Kreis im Speziellen zu informieren. Pläne, Bilder und Texte, sowie Originalfunde von den nahen Kastellen Kemel, Zugmantel und Alteburg-Heftrich und Abgüsse von Steindenkmälern sind eingebettet in eine Atmosphäre, die den Limes mit Hilfe raumgestalterischer Mittel fühlbar macht. Ein römischer Soldat begrüßt den Besucher bereits im Hof. Am Museumseingang gibt ein Satellitenbild einen Überblick über die Ausdehnung des Römischen Reiches. Gegenüber zeigt eine Wandmalerei den Limes in Deutschland. Die Übersicht zu den römischen Grenzen setzt sich im Gebäude fort. Hier ist eine Karte mit den Limesanlagen im Rheingau-Taunus-Kreis zu sehen. Das kleine Lapidarium im Hof bietet vor der Kulisse einer alten Darstellung des Justinusfelsens drei Abgüsse von herausragenden Steindenkmälern. Die Inschrift des Justinusfelsens, die einzige Felsinschrift am Limes in Deutschland, der Stieraltar vom Kastell Zugmantel, ein im ganzen Römischen Reich einzigartiges Monument, und die Inschrift eines Sarkophages aus Mainz, die einen Priester des Kaiserkultes aus dem Hinterland des Limes nennt, sind hier vertreten. Angeschlossen an das Museum ist der "Limesrundweg Georgenthal", der am Parkplatz des Hofguts beginnt und unabhängig vom Besuch des Museums erlebt werden kann. Der bequeme Weg von 5 Kilometer Länge erschließt den Limes und die schöne Landschaft rund um das Hofgut. Spuren von Graben/Wall und Reste eines Wachturmes sind von der antiken Grenzanlage noch sichtbar. Neun Tafeln bieten Wissenswertes zum Thema "Limes" in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch.

Mehr dazu im Internet: www.taunus-wetterau-limes.de
Fahrzeit 50 min, Entfernung 45 km über B 42 / B 260 / B 54
5. Taunusstein-Orlen – Kastell Zugmantel + rekonstruierter Wachtposten
3 / 15 mit Turm, Wall Graben und Palisadenzaun
Mehr dazu im Internet: www.limesstrasse.de/taunusstein/default.htm
Fahrzeit 50 min, Entfernung 45 km über B 42 / B 260 / B 275 / B 417
6. Idstein-Dasbach – rekonstruierter Römerturm
Vom ehemaligen Kastell Alteburg in Idstein-Heftrich gibt es (noch) keine sichtbaren Spuren
Mehr dazu im Internet: www.taunus-wetterau-limes.de
Fahrzeit 70 min, Entfernung 65 km über B 42 / B 260 / B 275

Empfehlenswert: Sie besuchen zuerst das Museum in Hohenstein und sehen sich dann in Taunusstein-Orlen sowie in Idstein-Dasbach um.
7. Saalburg (Mehr dazu im Internet: www.saalburgmuseum.de)
80 km 75 min B 42 / A 66 / A 5 / A 661 / Bundesbahn cirka 150 min.
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