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Tagesausflug nach Sankt Goar

Fahren Sie mit dem Schiff ca. 100 Minuten nach Sankt Goar.

Durch Grabungsfunde ist belegt, dass St. Goar bereits in römischer Zeit besiedelt war. Es waren Helfer nötig, damit die Schiffe die Riffe an der Loreley überwinden konnten. Vermutlich gab es eine auch Rheinfähre, die eine römische Straße zum nahgelegenen Limes sicherte. Ihren jetzigen Namen verdankt die kleine Siedlung dem heiligen Goar, einem aquitanischen Missionar. Er ließ sich um das Jahr 550 hier nieder und gründete an der Lohbach-Mündung eine Klause sowie eine christliche Herberge für Arme und Reisende. Sein Grab entwickelte sich zu einer vielbesuchten Wallfahrtsstätte, die von einer Klerikergemeinschaft betreut wurde. Seit dem 8. Jahrhundert war dieses Kollegium mit seinem Besitz der Abtei Prüm (Eifel) unterstellt. Als Vögte des Klosters eingesetzt waren zuerst die Grafen von Arnstein und ab 1190 die Grafen von Katzenelnbogen, die 1479 von den Landgrafen von Hessen beerbt wurden.

Ab 1444 wird die dreischiffige gotische Halle der Stiftskirche errichtet. Die zierlichen Netzgewölbe und die Farbgestaltung sind mehr als beachtlich. Die Fresken wurden 1905 wieder entdeckt, sie stellen die vollständigsten spätgotischen Ausmalungen im Rheinland dar. Die mit hervorragenden Skulpturen gestaltete Kanzel von 1460 und zwei Grabdenkmäler überstanden als einzige Stücke der Ausstattung die Einführung der Reformation. Die Grabmonumente Philipps II. und seiner Gemahlin Anna Elisabeth von Bayern befinden sich in einer eigenen Grabkapelle. Sie stammen von Wilhelm Vernukken, dem Meister der Kölner Rathausvorhalle.

Die katholische Pfarrkirche St. Goar durfte 1660 nur außerhalb der Stadtmauern errichtet werden. Dieser Bau wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch den jetzigen ersetzt. Zentrum ist ein spätgotischer Flügelaltar aus der Schule des Hausbuchmeisters um 1480. Am Glockenturm, früher ein Torturm der Stadtmauer, ist eine Darstellung des heiligen Goar, ursprünglich ein Schluss-stein der Stiftskirche, eingemauert. Über dem rechten Seitenaltar ist die Deckplatte der Tumba des Heiligengrabes eingelassen, eine ausdrucksstarke Arbeit des 14. Jahrhunderts.

 
Rheinfels und Rheinfelspfad

Hoch über der Stadt liegt die Festungsruine Rheinfels. Die Rheinfels war die größte und mächtigste Burg – Schloss – Festung am Rhein. 1245 in ihrem Kern errichtet wird sie im 16.ten Jahrhundert ein Residenz-Schloss im Stil der Renaissance und zugleich die größte Festung am Rhein. 1692 widerstand Rheinfels als einzige linksrheinische Festung den Truppen Ludwigs XIV. als es den Verteidigern der Festung im Pfälzischen Erbfolgekrieg gelang, die Belagerung durch 28.000 französischen Soldaten abzuwehren. Auch 1734 hielt sie einer Belagerung stand. 1794 wurde sie französischen Truppen übergeben und 1796/97 wurden die Aussenwerke, der Bergfried und der so genannte Darmstädter Bau gesprengt. 200 Jahre nach ihrer Zerstörung vermittelt sie als Ruine noch immer den Eindruck einstiger Größe.

Auf dem Rheinfelspfad erzählen Mauern, Pflanzen und Tiere die Geschichte dieser außergewöhnlichen Burg. Die Rheinfels ist die ideale Burg für Kinder. Die Ruinen und die riesigen Gangsysteme laden zum Stöbern und Entdecken ein. Überall gibt es Neues und Interessantes zu sehen, die Orientierung in den verschachtelten Gemäuern ist eine besondere Herausforderung.

Der Rheinfelspfad bietet verteilt über die ganze Burg auf jeder Tafel Informationen speziell für Kinder rund um die Geschichte der Rheinfels und der Landschaft sowie dem Leben und den Lebewesen auf der Burg.

Im Museum der Burg gibt es weitere Entdeckungsmöglichkeiten. Bei einem Besuch (cirka 25 Minuten zu Fuß bergauf ) genießen sie den weiten Ausblick über das Rheintal oder die gute Küche und exzellenten Weines des Schlosshotels oder der Schlossschänke.

Burg- und Burgmuseum

Öffnungszeiten für Burg und Museum: Ostern bis 1. Sonntag im November täglich 9.00 bis 18.00 Uhr, ab 1. Sonntag im November bis Sonntag vor Ostern (bei guter Witterung) Samstag und Sonntag 11.00 bis 16.00 Uhr.

Diorama des Hanseordens mit vielen historischen Darstellungen und Schlachten und Rittern des Mittelalters.
 
Deutsches Bären und Puppenmuseum
St. Goar, Sonnengasse 8.
Öffnungszeiten: 15. März bis 15. Januar, täglich 10 bis 17 Uhr, 16. Januar bis 15. März, Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr. Eintrittspreise: Erwachsene  3,50 EUR, Kinder ab 12 Jahre: 2,50 EUR,  Kinder 4 bis 11 Jahre: 1,50 EUR.
 
Zurück nach Rüdesheim geht es wieder mit dem Schiff ca. 150 Minuten

Dieses Ziel ist auch gut per Fahrrad zu erreichen: Sie setzen mit der Rhein-fähre über nach Bingen und fahren die 30 km nach Oberwesel.
Zurück nach Rüdesheim geht es wieder per Fahrrad, mit dem Zug bis Bingen oder mit dem Schiff ca. 150 Minuten.
 
 
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